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Episode 1

„Jetzt bist du dran !“, riefen sie mir zu. Ich muss gestehen, das eine Kampf zehn gegen einen auf den ersten Blick etwas unfair erscheint aber mir blieb keine Wahl. Sie waren zwar “nur“ Straßenschläger, doch sollte man seine Gegner nicht unterschätzen. Also zog ich mein Schwert aus der Scheide auf meinem Rücken und machte mich darauf gefasst diesmal auch einstecken zu müssen. Ich wurde unglaublich ruhig und entspannt ... Konzentration ... sie ließen sich von meiner Waffe nicht beeindrucken und stürmten auf mich los. Ich verschaffte mir einen sicheren Stand und ließ sie auf mich zukommen. Als der erste mich erreichte, tauchte ich unter seinem Schlag, mit seinem Baseballschläger, unten durch und hackte ihm gleichzeitig seinen Schlagarm ab. Noch bevor das Blut aus seinem Armstumpf schießen konnte, hatte ich auch den zweiten schon erledigt, indem ich ihn in der hälfte geteilt hatte. Der Schwall Blut der mir dadurch von vorne entgegenspritzte ließ mich zur Seite springen wo ich mich sofort gegen einen dritten Schläger wehren musste. Er war hinter mir aufgetaucht und schlug von oben herab auf mich ein. Ich konnte dem nur knapp seitlich ausweichen und kompensierte diese Bewegung mit einer 180° Drehung um meine eigene Achse, wobei ich ihm den Rücken aufschlitzte. Mit ein paar kurzen Sätzen brachte ich mich kurz aus dem direkten Bereich der Konfrontation und erfasste die Situation neu. Die sieben überlebenden gingen nun ruhiger und bedachter vor. Doch lagen auch sie weitere kurze Schlagwechsel später blutend am Boden. Es war immer wieder knapp geworden und mich hätte fast ein Schlag erwischt. 3 der 10 Angreifer waren nun ins Totenreich eingekehrt. Der Rest würde nie wieder normal weiterleben geschweige denn Kämpfen können. Mit einem kräftigen Schlag durch die Luft, säuberte ich mein Schwert von Blut und steckte es in meine Scheide zurück. Noch einen kurzen Blick widmete ich den Schergen von Sterk, bevor ich mich umwandte und ging.

Auch wenn ich gerade eine Übermacht an Gegnern vernichtend geschlagen hatte, fühlte ich mich doch erst wieder richtig wohl, als ich die östlichen Bezirke von Staliris betrat. Es waren die Bezirke der nördlichen Hauptstadt, die die höchste Bevölkerung und –dichte hatte. Hier liefen die Fäden der Regierung der Nordhalbkugel zusammen. Auch die Händler, deren Geschäfte fast ausschließlich Legal waren, waren hier sehr zahlreich vertreten. Und über alle diese Menschen und Güter wachte die Schützende Hand der Black Swords!

Ich mochte zwar der Anführer der angesehensten und größten Kämpfervereinigung sein, doch trotzdem mieden normale Menschen jeglichen Kontakt mit mir…. doch stören tat mich das nicht.

Ich betrat ein willkürlich gewähltes Geschäft für Waffen aller Art. Der Verkäufer hinter der Theke blickte auf und setzte einen ziemlich verdutzten Blick auf, als er mich erkannte. „Was kann ich für euch tun?“, fragte er mich höflich, ja fast schon unterwürfig. *Warum haben die nur alle Angst vor uns? Wir schützen sie doch schließlich!*, dachte ich. „Ich denke, das hier “duzen“ angebrachter wäre.“ Gab ich lächelnd zurück. „Aber um auf deine Frage zu antworten, ich möchte deine besten Schwerter sehen!“, setzte ich sofort nach.

 

Ende des 1. Teils der 1. Episode der Rest folgt so bald wie möglich, ich wollte euch nur nicht länger warten lassen.

3.11.07 07:46, kommentieren